511.001

511.000 Einträge bei Google.
Mach ich halt den 511.001ten, was soll`s?

Klassiker.
Weil sie so gut sind, dass jeder sie kennt, mag, macht.
Die uns ein Leben lang begleiten, auf vielen Speisekarten stehen und in Kochbüchern, augenzwinkernd Varianten zulassen, regionale oder persönliche, oft schlicht daher kommen und doch den Lehrling vom Meister unterscheiden.

Seit Wochen Lust darauf gehabt, endlich rechtzeitig am richtigen Tag auf dem Markt:
Kalbfleisch aus der Oberschale.
Respekt hab ich immer davor, Geschnetzeltes anzubraten. Was schneid ich es auch immer so fein?
Portionsweise, in der heißen Pfanne in Butterschmalz. Und ganz kurz nur!
Und mal wieder: Zu wenig Bratensatz, die Sauce bekam keine Farbe.
Verflixtnochmal!
Ein Rest vom zu stark geratenen Kaffee stand noch in der Küche, schaut jemand hin?
Rein damit, abschmecken, zufrieden!

Geschnetzeltes Kalb Züricher Rösti

Das war’s dann aber auch schon wieder mit Experimenten:
Rösti als Beilage, was sonst?

Geschnetzeltes Kalb Züricher Rösti

600 Kalbsgeschnetzeltes wie beschrieben anbraten, rausnehmen und beiseite stellen.
2 fein gewürfelte Schalotten in der gleichen Pfanne anschwitzen (wer mag, gibt hier schon die Champignons dazu). Mit 150ml Weißwein ablöschen, leicht einkochen lassen. 200ml Sahne und, falls vorhanden, etwas Brühe dazu geben und kochen, bis der Wein fast verdunstet ist. Evtl. mit Mehlbutter binden. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken, das Fleisch dazu geben und 2-3 Minuten ziehen lassen.
Wer mitgelesen hat, erkennt den Unsinn des Rezepts.
Ich brate Champignons gerne separat an und gebe sie erst am Schluss dazu.
Rösti wie im Spielweg:
Kartoffeln 9 Minuten kochen, schälen, reiben, mit Salz und Muskat abschmecken.
In Schmalz (und später Butter) erst etwas heißer, dann gemächlich beidseitig knusprig braten. Danke, Karl-Josef!

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Ungeplant ausgezogen

Geplant war das so nicht.
Berliner sollte es geben, ist ja Fasnet.
Narri Narro!

Vielleicht kann mir einer von euch, vielleicht Martin, den Fehler abschaffen helfen.
Der Teig war super. Die geschliffenen Teiglinge gingen ca. 60 Minuten. Das Fett war auf 170°C.
Jetzt muss ich versuchen zu erklären, was passierte. Filmen wäre einfacher gewesen…
Teigling ins Fett geworfen, schwamm. Braun gebrutzelt unten. Dann beim Umdrehen entstand eine riesige Luftblase auf der noch hellen Seite, so dass das Teil sich sofort wieder drehte und ich es mit Gewalt in Position halten musste.
Das war blöd.

Berliner Ausgezogene

Ich zieh dich aus, Babe!
Das war gut.
Als Ausgezogene sind sie super geworden!

Berliner Ausgezogene

Teig:
500g Mehl
1/2 Würfel Hefe
2 Eier
lauwarme Milch
2 EL Zucker
1 TL Salz
50g geschmolzene Butter

Wer auf Diät ist wie ich, der nimmt halt nur’n halben.

Berliner Ausgezogene

Barbara
, hier für dich.
Ohne Teilnahme an der Verlosung :)

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Schnell! Schnell!

Bürostress.
“Lass das Kochen, ich brauch die Pläne!”, ruft’s aus’m Telefon.
Der Mann hat keine Kinder. Weiss nicht, was dann passiert.
Er würde die Pläne dieses Leben nicht mehr bekommen.

Ab in die Küche, Kühlschrank auf – da war doch noch ein Spitzkohl irgendwo?
Was macht die Pastinake hier? Meerettich? Wann hab ich den nur gekauft?
Autsch, die Räucherforelle will auch morgen ablaufen.
Sahne? Frischkäse? Check!

Eine Schalotte gewürfelt andünsten, die Pastinake auch, mit dem Rest aus dem Weinglas von gestern abend ablöschen.
Einkochen lassen, mit Hühnerbrüheiswürfeln, Frischkäse und Sahne zur cremigen Sauce rühren, mit Meerettich, Salz, Pfeffer abschmecken.
Spitzkohl grob schneiden, in der Sauce kurz ziehen lassen, Forellestücke nur kurz drin erwärmen.
Fertig.
Fertig?

Die Dreckskartoffeln sind immer noch steinhart.
Ich muss ins Büro, dringend.
Mache ein Foto mit rohen Kartoffeln und werf sie zurück in den Topf.

Forelle Rahmkraut Spitzkohl Meerettich

Den Rest schafft das Kind auch alleine.
Die Kartoffeln schmecken übrigens super – wenn sie eine Stunde gekocht wurden.

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Ein Rind

Mama hat aufgeräumt.
Mama hat ein Bild gefunden.
Von mir gemalt.
Erst große Freude. Dann Verblassen.
Den 4.10.1997 verbrachte ich nach der Geburt meiner Tochter im Krankenhaus.

Von körpereigenen Drogen sprach mein bester Freund.
Könnte was dran sein.

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Kaspressknödel

Irgendwer hat doch erst vor wenigen Tagen…
Ich find’s nicht mehr.
Was verlass ich mich auch immer auf mein Gedächtnis?
Nachkochlisten? Fehlanzeige.

Brot in vegetarischen Gerichten mag ich sehr gerne, da hat man was zu kauen und nicht das Gefühl, als fehle was auf dem Teller.
Ob als Croûtons, als Crostini oder gefüllt und gebraten, Weiß-, Grau- oder Schwarzbrote: Vielfalt ist reichlich vorhanden.
Übrigens: Als ich eben per Google kontrollieren wollte, ob ich Croûtons auch wirklich richtig schreibe, tauchten unzählige Seiten auf “Croûtons selbermachen?”.
Ja verdammt, was denn sonst?

Kaspressknödel  Semmelknödel

1 Pfund Graubrot würfeln
1 Zwiebel und 1 kleine Zehe Knoblauch in Butter anschwitzen, mit 200ml Milch aufgießen, diese erhitzen und über die Brotwürfel geben.
100g Bergkäse würfeln, 1/2 Bund Petersilie hacken. Mit 2-3 Eiern unter den eingeweichten Teig mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.
In Butter oder Butterschmalz langsam braun braten.

Kaspressknödel  Semmelknödel

Dazu gab es Feldsalat, geröstete Zwiebeln, in Zitronensaft gegarte Birnen und gesalzenen Schmand.
Su von The Food and the City fragte mich, was denn wohl mein liebster Wintersalat sei, nachdem sie meinen zweitliebsten sehr mochte.
Es ist einfach nur der Feldsalat. Wenn es doch nicht so mühsam wäre…
Zwei meiner Freundinnen bekommen ihn gewaschen und geputzt von ihren Müttern aus dem Garten.
Ist das nicht unverschämt?

Kaspressknödel  Semmelknödel

Nachtrag:
Dank eurer Tipps gefunden: Frau Küchenlatein hat mich Lust auf die Dinger bekommen lassen :)

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Fleischbrühe

Eline kam mir zuvor.
Egal, kann man gar nicht oft genug sagen!

Da lese und sehe ich Tipps über Tipps, wie man klare Brühen hinbekommt und natürlich probiere ich alle aus, denn besser werden will ich ja. Und das Ergebnis ist nur, dass die Brühen wirklich trüb werden und ich dann die Tipps anwenden muss.
Also zurück zu Omas Methode, die hat schon immer funktioniert und wasweissich, warum ich das jemals ändern wollte.

Zwiebelhälften ohne Öl anrösten.
Mit kaltem Wasser auffüllen, Fleisch -hier Blechstück-, weiteres Wurzelgemüse, Gewürze dazu geben.
Ruhig einige Minuten sprudelnd kochen lassen, damit sich richtig viel Schaum bildet.
Nicht abschöpfen!

Kohlsuppe Fleischbrühe Siedfleisch

Sieden lassen und zwar so, dass die Brühe sachte in Bewegung bleibt.
Zwei Stunden später: Brühe klar, Heike zufrieden.

Kohlsuppe Fleischbrühe

Diese Brühe hielt ich hell, damit man den Effekt gut sieht. Sie wurde nur entfettet, nicht passiert.
Und diente dann als Grundlage für eine herrlich wärmende, deftige Suppe mit Weisskraut und einem klitzekleinen bisschen Speck.
Man gönnt sich ja sonst nichts!

Kohlsuppe Fleischbrühe

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Blaukochen

Oder auch nicht.
Forelle blau, Klassiker der Fischküche.
Ungemein wichtig für’s bläuen ist die unverletzte Schleimschicht.
Voll schleimig, die Forellen da beim Händler. Klasse!
Ich hätte nicht noch einen Tag warten sollen – hier also eine ungebläute Forelle.
Geschmeckt hat’s trotzdem!

Meine Edelstahlreine funktioniert auch auf dem Induktionsherd, drum konnte ich
die Forellen ungebunden poschieren.
3-4 Liter Wasser mit einer Karotte, Lauch, Zitronenvierteln, Wacholderbeeren, Lorbeer,
Pfeffer und Salz ein paar Minuten köcheln lassen.
300-400ml Essig dazu geben und die Forellen darin 10-15 Minuten gar ziehen lassen.
Im besten Fall bläuen die Fische recht schnell.
Oder auch nicht.

Dazu gab es ganz klassisch Salzkartoffeln und Zitronenmayonnaise.
Dill zupft dazu, wer ihn mag.

Hier Uwe, bekommst den Beitrag trotzdem zum hellblauen Februar.
Ich zweifel nicht, dass weitere -wirklich blaue!- folgen.

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

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Tom tunkt

Mahlzeit,

mein Name ist Tom und ich melde mich heute zum ersten mal von dieser Stelle……..ein wenig mulmig ist mir schon zumute.
Aber ich habe mich natürlich riesig über Heikes Vorschlag gefreut, hier ab und an meinen Senf dazu geben zu dürfen.

Heike und ich kennen und seit April 2011 – rein virtuell – wo lernt man sich heutzutage kennen ? Rischdisch, via Facebook natürlich !

Mit großem Interesse verfolge ich ihre küchentechnischen Empfehlungen und mit ebenso großer Begeisterung ihre Fotografie – das sind also unsere Schnittmengen…..ich glaube, wir haben auch einen ähnlichen Musikgeschmack.

Also, wurde ich ein gelehriger Schüler, denn ich muss gestehen, dass ich sowohl am Herd, als auch hinter der Kamera ein blutiger Laie bin, dem ab und zu mal was ganz gut gelingt……

Umso mehr habe ich mich über Heikes Angebot gefreut, mich hier einzubringen und wie unser gemeinsamer Freund Chef Hansen sagen würde :
„ Wenn nicht die Ohren dazwischen wären, würde ich im Kreis grinsen! „

Apropos Chef Hansen – jetzt wird gekocht !

„ Wie das Piemont in den Westerwald kam……“
Ich liebe die piemonteser Küche, lebe aber im Westerwald….was tun ?

Bagna Cauda zu Rouladen vom Spitzkohl und Knabbergemüse.

Ihr schält ne Handvoll ( oder besser zwei Handvoll ) Knoblauchzehen, fieselt irgendwie den grünen Keim raus ( soll besser sein für Mensch und Umwelt ), schmeißt die Zehen in einen Topf und bedeckt die Dinger mit kaltem Wasser.

Nun wird die ganze Chose langsam zum Kochen gebracht und wenn sich das Wasser fast komplett dünne gemacht hat, noch mal die gleiche Menge Milch dazugeben und langsam für ein halbes Stündchen vor sich hin köcheln lassen.
Zwischenzeitlich gebt Ihr noch 1-2 Sardellenfilets dazu….die lösen sich bei gelegentlichen Umrühren auf.

Das ganze wird abschließend püriert und mit einem ordentlichen Schluck Olivenöl zu einer homogenen Sauce verrührt.
Dazu gibt’s wie gesagt kleine Kohlrouladen, Kartöffelchen, rote Beete a la Bushi und rohes Gemüse wie Möhren, Sellerie und was Ihr sonst noch so findet…..

By the way ….das Gemüse kann man tunken, das ( meiste ) Gemüse ist winterlich und die Sauce ist fast weiß…….

So, das war´s für´s erste…war gar nicht so schlimm und hat auch nicht weh getan…..

Lasst es Euch gut gehen!
Tom.

Lieber Tom!
Vielen Dank für deinen Beitrag, mit dem du nun natürlich am Tunkevent von zorra und mir teilnehmen wirst!

Blog-Event LXXIV - Tunken (Einsendeschluss 15. Februar 2012)

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Die Karotte

Schon wieder ein Blogevent!
Ich mag Events.
Wie ich es immer mag, in festgesetzen Grenzen kreativ zu werden.

Aus meinem Beruf kenne ich das zu gut:
Das Grundstück, der Verlauf der Straße, die Himmelsrichtungen,
die Wünsche der Bauherrn, die Vorschriften, die Konstruktion -
all das zwingt einen in enge Grenzen.
Und genau das macht den Reiz aus.
Nichts ist platter als Häuser, die Architekten für sich selbst auf der flachen grünen Wiese planen.

Und wenn meine liebe Freundin bushcook ihren ersten Bloggeburtstag mit einem Event feiert, dann ist die Teilnahme nicht nur Ehrensache, sondern große Freude!

Wintergemüse…
Wie auch schon bei der Zitrone als Obst, würde ich die Karotte auf Anhieb nicht als mein liebstes Gemüse bezeichnen und dennoch ist sie es.
Karotten habe ich immerimmerimmer im Haus.
Zu jeder Fleischsauce, zu jeder Brühe, in Salaten, als Beilage der Kinder Superkarotten nach Omas Rezept, gemischt gebraten im Wok, roh zum Knabbern.
Farbtupfer im Winter, wunderbar lagerfähig, strotzend vor Kraft.
Im Sommer frischgepflückt meine erste Erinnerung.
Mein liebstes Versteck beim Spielen in Nachbarsgarten der eigentlich verbotene und drum auch eingezäunte Gemüsegarten der Altvorderen. Hinter den üppig bewachsenen Bohnenstangen nie gefunden, hatte ich genug Zeit, die Wurzeln aus der Erde zu ziehen, kurz am Hemd abzuwischen und dann rundrum erst das Äussere, dann das süße Herz zu knabbern.
Das Grün schnell zu den Hühnern geworfen, Spuren vernichtet.

Karottensalat Chinakohl

Mein zweitliebster Wintersalat kommt in Begleitung des vernachlässigten Chinakohls daher.
Karotten fein reiben, Chinakohl in dünne Streifen schneiden, eine Zwiebel sehr klein würfeln.
Dressing aus Sonnenblumenöl, Weinbrandtessig, Salz, Zucker und einer Menge Sahne.
Den Salat gut vermischen und einige Minuten stehen lassen, evtl. nachwürzen.

Gut dazu passen auch Apfelwürfel, Staudensellerie, ganz feine Streifen von grüner Paprika und/oder Nüsse.

Karottensalat Chinakohl

Liebe bushi,
das ist so schön, dass wir uns kennenlernen konnten.
Nehme ich meine Kamera in die Hand, denke ich an dich!

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vorbei vorbei

Die Schlacht geht weiter.
Von den letzten Eichelmastsäuen 2011 sicherte ich mir,
ganz der Fatbattle folgend, Bauch, Krustenbraten, Karrees und:
Haxn!
Rücken und Filets hab ich den Angsthasen überlassen, den Memmen und Warmduschern.
Fett schmeckt, macht saftig und im schlimmsten Fall schneidet man es halt nach dem Garen weg.
Was soll der Geiz?

Schweinehaxe Biersauce Knödel

Sonntag mittag in der Küche.
Haxen in Salzwasser mit Wurzelgemüse und Gewürzen 3-4 Stunden sanft sieden.
Schwarte dann einschneiden und im Backofen bei 160°C backen. Dazu die Haxen auf ein neues Bett aus Wurzelgemüse legen, immer mal wieder mit dem Siedesud und gegen Ende mit Dunkelbier übergießen.

Schweinehaxe Biersauce Knödel

In der Zwischenzeit mehlige Kartoffeln weich kochen, noch heiß schälen und durch eine Presse jagen. Mit heißer Milch übergießen und mit Kartoffelmehl, Salz und Muskat zu einem Knödelteig kneten. Knödel rollen und 20 Minuten in Salzwasser garen.
Bratensaft absieben, evtl. mit vorhandenem Fond zur Sauce abschmecken.
Weißkraut hobeln, bei mittlerer Hitze mit etwas Butter in der Pfanne knackig braten, etwas Brühe dazugeben, würzen.

Zum Essen rufen. Schwarte krachen lassen. Knödel durch viel Sauce ziehen.
Genießen. Nur Knochen bleiben übrig.

Schweinehaxe Biersauce Knödel

Sonntag abend auf der Waage.
Luft holen.
Nie mehr essen wollen.
Kurz über Sport nachdenken.

Ade, all ihr Köstlichkeiten!
Wir sehen uns in ein paar Monaten wieder.

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