Angeregt durch Astrids Betrachtungen
über die Moral beim Kauf von Lebensmitteln,
werde auch ich meine Quellen vorstellen.
Zu allen Aspekten, die bei ihr genannt werden kommt noch eine große Unlust,
Leuten mein Geld zu geben, die mich belügen und betrügen.
Wie ich also vor einigen Wochen bei Astrid eingeladen war, gab es dieses wunderbare Kotelett vom Jungbullen.
“Das kann mein Metzger auch!”, hab ich gerufen und dem Herrn Hess gleich mal eine Mail geschickt mit einem Foto davon.
Zeit spiele keine Rolle, hab ich geschrieben. Und dass es auch gern ein Ochse sein darf.
Er solle sich einfach melden, wenn es soweit ist.
Und das hat er getan!
Zwei Kilo also, trocken und ausreichend abgehangen.
Und mit Fettdecke, so wie ich es haben wollte.
Das Fett habe ich eingeschnitten, alles mit Salz eingerieben und auf miterer Hitze rundherum angebraten.
Für drei Stunden ging das gute Stück dann bei ca. 100°C in den Ofen, am Schluss habe ich das Fett für zehn Minuten bei 200°C aufgeknuspert.
Lecker!
Die Metzgerei Hess in Sinsheim-Hoffenheim schlachtet selbst und verwendet ausschliesslich Neuland-Fleisch auch zur Wurstherstellung.
Ein Verkaufswagen beliefert auch die Umgebung.
Aussergewöhnliche Stücke wie meins da oben sollten vorbestellt werden.
Ein sehr lesenswerter Artikel mit anschliessender Diskussion findet sich auch bei Katha.








Schön wenn man einen solchen Metzger um die Ecke hat. Was ist Färsenfleisch?
Morgen zorra :)
Als Färse bezeichnet man hier eine Kuh, die noch nie gekalbt hat.
Ich hab jahrelang wegen des Fleisches gejammert, war sehr unglücklich mit der Situation, nachdem ein ganz alter Dorfmetzger hier geschlossen hatte.
Dass ich jahrelang am Verkaufsstand vom Hess einfach vorbeigefahren bin, weil das Neulandschild so klein ist, ärgert mich umso mehr….
morgen heike,
freue mich über solche artikel ! – denn es beweist, es gibt sie, die guten und empfehlenswerten quellen .
ich habe ihn, zwar nach langer suche, aber dennoch gefunden…” meinen ” metzger !
mein erster testkauf vor einigen monaten, war ein rindergulasch. das anbraten des fleisches hat schon spass gemacht….es zischte wunderbar aus dem bräter, das fleisch nahm tolle farbe an, es sammelte sich kein wasser ich hatte einen tollen ansatz….geschmeckt hat´s übrigens auch !
heute freue mich auf einen tafelspitz vom hülpüsch….danke dirk !
Was ist denn nun aus dem Tafelspitz geworden, Thomas?
moin heike,
der tafelspitz hat uns gestern auf´s trefflichste erfreut. ich habe ihn in reichlich rotwein schmoren lassen. ein steinpilzrisotto war die adäquate begleitung für diesen tollen braten. einziger wehrmutstropfen :
leider blieb nichts, aber auch wirklich nichts davon übrig……
Da ist er ja!
tolles Stück!!!
Wenn ich das meinem Metzger zeige, gibt´s ´ne Battle! :)))
Die Adresse vom Hess mopse ich mir fürs Register, ja?
Mops die, ich bestehe darauf!
Die Vorstellung sich übertreffen wollender Metzger mit riesigen Messern und verstohlenem Blick auf den Konkurrenten ist reizend :)
Noch zwei nette Quellen:
Metzgerei Saueressig in Waldwimmersbach und beim Bauernhof Holdermann in Zuzenhausen hat am Samstag der Kürbisverkauf begonnen.
Liebe Grüße,
Ev
Danke dir, Ev.
Richtung Waldwimmersbach komme ich selten, aber die Kürbise in Zuzenhausen hab ich die Tage auf’m Schild zumindest schon gesehen.
Liebe Grüße
Heike
so eine Art Fleisch ist doch selbstverständlich, gar nicht der Rede, das zu erwähnen, dies mein Standpunkt zu den Diskussionen.
Ich habe * in meinem Leben ( von zu Hause aus auch schon!) immer nur sehr gut gegessen, bei uns gab’s nie Fleisch aus dem Supermarkt etc, aber ich finde, jeder soll dort einkaufen, wo er es kann und will, leider haben auch nicht alle den Geldbeutel, für so ein Stück Fleisch na ja, keine Ahnung wie die Preise bei Dir sind, in Paris wären es so an die 200€ gewesen, für Essen auszugeben.
Und, zu Deinem Kommentar, selten bekommen Köche nach 1 Jahr Karriere 3 Sterne, es ist ein Lern-und Erfahrungsprozess, wie mit dem Einkaufen. Erinnere Dich doch mal, wie Du vielleicht zu Studentenzeiten gekocht hast, da wäre doch wahrscheinlich so ein Fleischstück Perlen vor der Säue gewesen, oder wann hast Du den ersten Hummer gekocht etc?
* “noch nie” aus dem Text gestrichen, da sinnentstellend
Den ersten Hummer am Atlantik selbst gekocht? Da war ich ca. 25.
Gegessen weit früher.
Dankenswerterweise spielte auch bei uns zuhause Genuss eine große Rolle.
Ein solches Stück Fleisch ist hier in der Provinz eben keine Selbstverständlichkeit. Die Kundschaft verlangt es nicht, also liegt es nicht parat. In die umliegenden Großstädte fahre ich grundsätzlich nicht, nur um ein Stück Fleisch oder Fisch zu kaufen.
Umso glücklicher bin ich also, nach Jahren der Suche seit der Schließung meiner früheren Metzgerei endlich den Hess gefunden zu haben.
Und ich teile dies gern mit denen, die mich lesen und ebenso wie ich in der Umgebung was gscheites suchen. Warum auch nicht? Gute Quellen gefunden zu haben ist kein Handwerk, sondern ein Informationsvorsprung.
40€ übrigens.
Dafür gab es dann die nächsten sieben Tage eben kein Fleisch.
mein reden, esskultur fehlt halt in D., in Frankreich’s Provinz kriegst Du überall côte de boeuf etc…..So schnell kriegt Ihr das auch in die sturen Köpfe der Deutschen nicht rein!
So ist es leider.
Ich komme eben aus Tel Aviv. Auch dort ist man gern bereit, viel mehr Geld und Zeit in Ernährung und Genuss zu stecken.
Erschreckend für mich vor kurzem:
Ein großer Topf voller Pellkartoffeln und eine Schüssel Radieschenquark überlebten den Nachmittag nicht, weil die Freunde meiner Kinder so begeistert davon waren…
Ein Essen, das weder teuer noch aufwendig zuzubereiten ist.
Bitter.
Ein Hinweis von mir:
Die Metzgerei Ohr in Dühren (rechts kurz vor dem Steidel) ist auch empfehlenswert. Allerdings muss man öfters vorbestellen, weil bestimmte Produkte nicht so im Vorbeigehen gekauft werden können.
Danke Gourmike!
Beide Ortsteile gehören ja zu den größeren; trotzdem positiv, dass die Metzgereien eben auch die Dorfbevölkerung bedienen können!
LG
Heike
Hallo Heike
zunächst mal..interessante Seite
Deine Freundin Mo aus HH hat mich auf diese Seite gebracht .
ich werde mich mal durcharbeiten was hier so niedergeschrieben wird
zu Deinem Kommentar und Werbung der Metztgerei Hess muss ich gestehen ,daß ich Deine Empfehlung nicht so ganz nachvollziehen kann .
ich wohne jetzt seit März in Hoffenheim habe dort natürlich gleich die Metzgerei Hess aufgesucht ,sah ja alles sehr schön , gepflegt und apettitlich aus .
Ich erlaube mir mal da ich in der Familie mit 2 Metzgereien aufgwachsen bin und in Punkto Wurst und Fleisch auch zugegebenermaßen anspruchsvoll bin ,ein Urteil.
meine Resonanz war Wurst fade und ein Kriterium bei mir ,Wiener Würstchen mehlig und geschmacklos.,
Grobe Bratwurst langweiliger Geschmack und etwas fade , das Fleisch ,keine hervorzuhebende Besonderheit.
dazu kamen noch nach dem Genuß der Bratwurst Probleme die ich normalerweise nicht habe und die ich hier nicht näher aufführen möchte .
da empfehle ich z.B. die Metzgerei Baumeister in Waibstadt ,oder die Metzgerei Bommer in Neidenstein
auch die Landmetzgerei Ohlhauser in Mauer sowie die Metzgerei Seltenreich in Schatthausen liegen da Qualitativ und geschmacklich deutlich über der Metzgerei Hess
für mich meide ich daher nach 3 Einkäufen diese metzgerei Hess .
ergänzend möchte ich hier auch die Putenwurst und das Putenfleisch der Putenschlachterei Weilerhöfer in Reichartshausen hervorheben .hervorragender Geschmack und tolle Wurstvielfalt ,bekommt man Samstags auch auf dem Wochenmarkt.
und wenn wir schon dabei sind die Bäckerei Hassert in Hoffenheim ,so wie eine Bäckerei sein soll .klein aber fein
tolles Brot und brötchen wie sie sein sollen ohne Treibmittel und immer frisch .
diese Brötchen sind abends noch knackig und das Brot ist nach Tagen noch frisch …
ganz liebe grüße
Eugen
Lieber Eugen, willkommen in der Region, Freund von Mo!
Zur Metzgerei Hess:
Du hast recht, der Wurst fehlt die Knackigkeit, das liegt in der Natur der Sache, wenn ohne Phosphat gewurstet wird. Die Würze ist dagegen Geschmackssache, ich steh zum Beispiel total auf die Kalbsleberwurst!
Das Fleisch an sich stammt von Tieren aus Neuland-Haltung, ich habe mir die Höfe angesehen und kann solches Fleisch ohne Bedenken geniesen.
Aber, es sind ganz “normale” Tierrassen, nichts besonderes.
Weswegen ich dennoch gerne beim Hess kaufe sind eben zum einen die Haltungsbedingungen, zum anderen dass er selbst schlachtet und nur Tiere aus der engen Umgebung.
Für die ganz besonderen Fleischstücke gehe ich zum Metzger Ohr nach Dühren http://www.metzgerei-ohr.de.
Fleisch der absolute Hammer, von der schwäbisch-hällischen Erzeugergemeinschaft.
Mittlerweile verwurstet er das Fleisch schlachtwarm, so dass er den Würsten über das natürlich im Fleisch vorhandene Phosphat die Knackigkeit zurückgeben konnte.
Alle verwendeten Gewürze sind aus biologischen und fairem Handel.
Putenfleisch meide ich, bis ich welches bekomme, das nicht unter widerlichen Bedingungen gemästet wurde…
Die Bäckerei Hassert kenne ich über den Hofladen Schmutz in Sinsheim, die verkaufen deren Backwaren. Wirklich sehr sehr lecker :)