Vor einem Monat hab ich’s angekündigt:
Ich wieg mir zuviel.
Wer mich kennt, fasste sich da ungläubig an den Kopf.
Wer mich gut kennt, stimmte zu.
Ich bin keine Rubensfrau. Mir stehen ein paar Kilo zuviel nicht. Ich mag mich so nicht.
Und ebenso, wie andere für ihre Mehrmenge respektiert werden möchten, möchte ich das auch für meinen Wunsch nach weniger.
Hunger.
Kaum einer von uns kennt wirklichen Hunger.
Wir sind geübt im ständigen Essen. Ernährungsexperten raten uns zu vielen kleinen Portionen auf den Tag verteilt. Bloß nie den Magen leer sein lassen! Immer in Arbeit muss er sein, nie geleert. Wir arbeiten oft sitzend, gerade mal die Finger bewegend und das Gehirn, und immer noch erzählt uns die Ernährungspyramdie von massebildendem Zeug, das die Grundlage der Ernährung bilden soll. Ein auf und ab des Blutzuckers, bis er uns Heißhunger verschafft und wir sitzen nachts vorm Kühlschrank und müssen müssen müssen essen.
Wieviel Nahrung brauchen wir denn wirklich? Scheiden wir das meiste nicht einfach aus?
Anders als Astrid kann ich nicht von 100auf0 zurückgehen. Ich brauch Zeit. Und ich verzichte auch nicht komplett. Frühere Versuche haben gezeigt, dass “Heilfasten” mich nicht reinigt. Ich werde böse und sauer und ungerecht und belüge mich selbst. Im Gegensatz zu ihr ist mein Ziel ja auch, Gewicht zu verlieren – trotzdem eine nette Erfahrung, gleichzeitig zu … fasten.
Ich schraube herunter, deuich.
Keine Kohlehydrate, also auch kein Alkohol. Kein Brot, kein Reis, keine Kartoffeln oder Nudeln.
Bewege mich.
Auf der Wii – lacht nur!
Schaffe es nach wenigen Tagen, dass mir 2-3 Mandeln reichen oder auch eine Schüssel Joghurt. Fühle mich nicht hungrig, auch der Appetit lässt nach.
Ein paar Ausnahmen mit Freunden gönne ich mir, fettes Fleisch und Wein gehören dann dazu.
Ein Monat.
Gestern erfuhr ich, dass auf dem Baumarkt-Parkplatz im Ort ein Wurststand vom Kotaska steht.
Sprach bestimmt eine Stunde davon, dass ich mir da gleich eine Currywurst mit Pommes gönn.
Auf dem Weg dahin die Erkenntnis:
Ich habe weder Hunger noch Appetit.
Wir essen zuviel.







Hallo,
das regt zum nachdenken an, mir gefällt das!
Wolfgang
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, möchte ich hier einzeln antworten:
Wolfgang, ich bin fest der Meinung, dass wir uns auf zuvielessen festgelegt haben. Schadet uns ja oberflächlich auch nicht….
puh, ich könnte das nicht. Ich kann von nix nur ein bisschen. Bei mir geht nur ganz oder gar nicht. Wenn ich das Gefühl habe, die Hose kneift, laufe ich mehr durch die Weinberge. Also mehr Bewegung, niemals weniger essen, aber wir völlen ja auch nicht.
Und ich find Dich ja immer toll, auch in mehr. :)
Liebe you!
Nein, das kann ich nicht. Ich muss meinen Kopf entern, mich überwinden, endlich Klartext mit mir reden.
Aber das ist wirklich ein grundsätzlicher Unterschied zwischen uns beiden. Wie gut, dass es den gibt :)
Wir hatten in dem Moment unterschiedliche Ziele. Wie schön, dass ich dich mal wieder bei deinem beobachten konnte!
Stimmt! Man muss nur auf sich selbst hören und dann konsequent danach handeln!
Meinen Respekt!
LG
Karin
So ist es, liebste Sewwi!
Weisst du, ich kenn ja das Bild, das ihr alle von mir habt. Aber ich bin doch die, die zufrieden sein muss mit dem eigenen Bild.
Danke!
Ähnlich wie Astrid geht es mir auch – entweder gar nix oder sinnvoll. Ergebnis ist nun das mir die vor Weihnachten gekaufte Hose gestern im Büro fast über die Hüften rutschte…
Beim Wurststand hast du aber nix verpasst – der war schon auf der Eat & Style und ich sag mal nix dazu.
*lacht*
Oh Mann, ich hab Hosen für jede Gelegenheit und ich ärger mich in alle Richtungen!
Ist das so? Hab Kotaska mal kennengelernt und gern eine mit ihm geraucht. Auch andere berichteten davon, dass es hier nun endlich geile Currywurst gäbe.
Aber ok, alles eine Frage der Grundlagen …
Eigentlich finde ich es auch toll – aber einer der Kombi’s wo der Blazer ohne passende Hose nicht zu verwenden ist, und dann mehr als ärgerlich. Wobei, so wie ich mich kenne sind die Kilos auch mal irgendwann wieder drauf.
Vielleicht bin ich einfach auch nur die falsche Person für die Würstlebude
In der Tat ist das natürlich auch nur eine Mode…
Du schaffst das. Hut ab. Ich sündige immer wieder. Zwischendrin. Ja, wir essen zuviel! Liebe Grüße Alex
Weisst du Alex, du schaust so toll aus!
Und 20 Jahre später fehlt dir der, der dir sagt: Du hast zugelegt. Ich hass das ja, dass wir Frauen uns so aufs Äusserliche reduzieren. Aber das ist im Ende kein Frauending. Jeder muss sich wohlfühlen mit dem, was er ist.
ach heike, von 66 kg auf nun 53 seit märz letzten jahres, wobei ich die 53 (mit ein bisschen abweichungen nach oben über weihnachten) schon seit november habe. anfangs habe ich probiert morgens viel kohlehydrate, kein eiweiß, diesen ganzen low carb scheiß eben (aber ohne frühstücksei, ohne käse??? geht nicht), mittags etwas wenn der hunger nicht mehr auszuhalten ist…. abends dann ein fetzchen fleisch oder fisch mit bisschen salatgarnitur…. neee…. ist vielleicht ungesund, aber bei mir funktionierts nur so: morgens viel, eiweiß, kohlehydrate, 3 tassen kaffee, ein süßteilchen, egal was, nur richtig satt werden, dann nix mehr höchstens nachmittags ne tasse kaffee mit der keksbeigabe, abends: viel, sehr viel… fleisch fisch käse auch der vegetarierersatz (du weißt ja, meine tochter) mit sehr viel gemüse, salat…(diese unmengen zu schnippeln nervt) aber keine nudeln, kein reis, kein brot, fast nie jedenfalls, aber wein schon, so 2-3 gläser am abend dürfen es sein, bei mir gerne rot :-) … z. zt. null sport, anfangs mindestens dreimal… ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ausdauersport macht spaß, mir nicht… nur unter die vermaledeiten 53 kg komme ich nicht, da dürfte ich nicht mal mehr am essen riechen…. hört sich wenig an, aber bei meiner größe bin ich immer noch recht stattlich…. und dich habe ich als “halbes hemd” in erinnerung, du hast recht, eine rubensfrau bist du nicht, kann ich mir nicht vorstellen…
Moni, meine liebe geliebte Moni!
SPORT NERVT!
Schwitzen, nur um zu schwitzen? Spass muss Bewegung machen!
Du bist da aber nicht schlecht dabei, neustens sagt man, dass Zucker am Morgen positiv ist. Krieg ich nur nicht auf die Reihe, kann ich nicht. Eier, Speck, Brot: Gerne!
Abends halt sehr frueh das Essen, ja genau: Eiweiss!
Du bist eine der sehr wenigen, die kleiner sind als ich. Und danke, dass du mich so in Erinnerung hast. Seit damals sinds 25kg mehr ….
ach ja… das mit den vielen mahlzeiten über den tag verteilt ist überholt, immer schön lange pausen lassen zwischen den mahlzeiten, hungern ist gesund ;-), aber jeder muss selber wissen, was gut für einen is(s)t, gell?
Musst nur mein About lesen….bin ganz Deiner Meinung.
Ich weiss, S-A! *kiss*
es ist wohl auch eher der Appetit der einen nicht los lässt. Ich bin auch eher schwarz oder weiß, ähhhh ganz oder gar nichts nur zum Nichts muss man auch erst einmal die Kurve bekommen…
Es ist der Appetit. Der Hunger kann es gar nicht sein. Keiner von uns hungert!
Und dann hast du auch noch einen geliebten Mann, der bekocht werden mag :)
Hut ab, nach einem Monat schon die Halbzeit! Na denn viel Erfolg für den nächsten Monat! Ich stoß dann bei der Diplomarbeitsabgabe auf dich an – und frag danach nochmal nach dem Geheimrezept gegen Appetit, denn zumindest bei mir wirkt sich das Schreiben einer Diplomarbeit nicht wirklich positiv auf die Figur aus… Aber noch ist ja Winter! ;)
Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg,
Ina
Liebe Ina,
Stressituationen sind wirklich nicht geeignet für Veränderungen, die Willenskraft erfordern.
Kommst du gut voran?
Läuft – noch hab ich ein Leben neben der Diplomarbeit. Ist zwar noch viel Arbeit, aber in 5 Wochen ist der Spuk rum!
Und dann gibts auch endlich wieder richtiges Essen – und auch erst dann einen Gang auf die Waage… Und ich hoff für dich, dass sie dann mehr anzeigt, als bei dir, denn dann hast du das Ziel erreicht und kannst mir altem Diäthasser sicher Bikinifigurtips geben, die wirklich helfen… ;)
hab noch ein foto von dir irgendwo…. da war ich 17, und ich glaube, du ein bisschen jünger, blaues sweatshirt, kurze haare, verliebt, typ kleine elfe…. :-), wenn ichs finde, schick ichs dir….
Oja!! Das wär toll :)
und ich erinnere mich an rote schuhe, die dein freund nicht mochte….. aber… ich schweife ab, hier gehts ums essen….. der wein…
Stimmt ja! Und drum hab ich sie so gern getragen. Zusammen mit der grünen Häkeljacke ;)
‘Ansen wär auch gern weniger dick. Aber alle Einzelheiten abgewogen (*g) werd ich wohl bleiben wie ich bin. Vor 2 Jahren hab ich mal erfolgreich abgenommen. Gut 20KG oder so. Dazu habe ich mich ernsthaft mit Ernährung auseinandergesetzt, alles gelesen, was bei 3 nicht wieder im Regal verschwunden war, was letztendlich aber nur dazu führte, dass ich nichts mehr essen – quatsch, ich konnte nicht mal mehr Lebensmittel anschauen ohne mir Gedanken darüber zu machen, welche Prozesse der Verzehr davon in meinem Körper auslöst. Dann kam ich auf die Schnapsidee im Internet über Essen zu schreiben und plötzlich standen Lebensmittel auf eine ganze andere Art und Weise im Mittelpunkt. Ich weiß nicht, ob wir zuviel essen, oder zuviel darüber nachdenken – aber auf jeden Fall hab ich die Erfahrung gemacht, dass Essen keinen Spaß mehr macht, wenn zuviel davon im Kopf stattfindet… Und ich bin froh Abends wieder Kartoffeln essen zu können, ohne Nachts davon zu träumen, wie kleine Fettkügelchen von meiner Leber zu meinem Bauch schwimmen ;-)
Da geb ich dir ganz recht. Wenn wir im Essen nur noch Ernährung und keinen Genuss mehr sehen, dann ist das kein Spaß. Zumindest für uns, die wir uns ja ganz offensichtlich dem Genuss verschrieben haben.
Und sicher werde ich auch nicht bis ans Ende meiner Tage dran herumexperimentieren, mit wieviel Verzicht ich zurecht komme. Und lass mich bloss nie von Fettkügelchen träumen! Ausser von denen auf einer leckeren Brühe! :)
Wobei ich da neulich mal ne nette Diskussion drüber hatte, bei der wir uns dann fragten, was unsere Großeltern wohl zum Thema Genuss (und ursprünglich ging´s um Urlaub) gesagt hätten, wären sie in unserem Alter Teil dieser Diskussion gewesen…
Liebe Heike,
wenn man sich selbst zu viel ist, dann ist es oft schon zu spät… die bösen, schlechten Ernährungsgewohnheiten hat man da häufig schon sehr lieb gewonnen. Ich kann davon auch ein Lied singen und drücke dir daher ganz fest die Daumen fürs Abnehmen.
Die Wurstbude von Herrn Kotaska habe ich nun schon zwei Mal gesehen und auch probieren wollen. Erwarte nicht zu viel, sowohl von der Wurst als auch von der Bedienung.
Alle Gute, Sandra
Liebe Sandra!
Ganz 2011 schon hat mich diese eine Rolle am Bauch zuviel gestört. Am Ende hat nur ein zusätzliches Kilo mehr auf der Waage den Ausschlag gegeben, dass ich es endlich angehe. Ich will das Ding loswerden, nicht immer kaschieren müssen.
Meine Ernährungsgewohnheiten sind zum Glück gar nicht schlecht und ich find, man kann ruhig mal abends Chips essen. Aber seit ich keine Hunde mehr habe, fehlt mir die Bewegung. Da muss ich dran bleiben. Vielleicht doch wieder ein Hund…?
Also für mich stimmt es auf jeden Fall, dass ich zu viel esse. Und ich wiege auch zu viel – allerdings eher objektiv, subjektiv fühle ich mich nicht soooo übel damit. Klar wäre es schön, wenn ich ganz rank und schlank durchs Leben gehen würde, aber der Preis dafür wäre mir ein zu hoher. Ich müsste wahrscheinlich wirklich auf Dauer Weight Watchers oder so machen, was dazu führen würde, dass ich dauergrantig wäre. Das brauch ich aber noch weniger als meine zu vielen Kilos. ;)
Alles ist erlaubt, solang man sich wohl fühlt!
Mich stören nur meine eigenen Mehrkilo, nie die fremden :)
Dauerhafter Verzicht ist für uns Genussmenschen nicht erstrebenswert. Da schaudert’s mich schon beim dran denken.
Trotzdem wunder ich mich immer wieder, wie schnell sich Körper und Seele auch mit wenig zufrieden geben. Aber wie gesagt: Ich verzichte ja nicht komplett, geniese nur weniger oft. Das macht die Sache vermutlich einfacher.
Ich würde den Hund nehmen…Bewegung ist einfach toll…und beim essen bin ich eher für FDH..ich mag diese ganzen dogmatischen Regeln nicht…essen soll Spaß machen und schmecken…also ess ich lieber weniger aber dafür alles was mir schmeckt…ich wünsch dir viel Erfolg, und solltest du einen Hund suchen schau mal hier..einfach süß…http://www.fuerstenberg-hunde.de.tl/
lGHEike
Hach Heike…
Mir fehlt das wirklich. Der Tag beginnt ganz anders, wenn man früh morgens eine Stunde draussen ist. Und man hat die Pflicht, es zu tun, kann sich nicht drücken. Die Wirkung ist unglaublich. Insgesamt. Wohlbefinden steigernd.
Auf der anderen Seite geniesse ich so sehr meine Unabhängigkeit jetzt.
Sobald mir irgendwann langweilig ist, so der Plan, möchte ich aber wieder einen Podenco. Das muss.
Vorab mal gesagt : natürlich weiß ich ,dass Übergewicht schädlich für Herz ,Knochen und Gelenke ist…..
Ich denke mal mein Gewicht kommt vom Genuss……..und meistens fühle ich mich auch wohl darin..( nennt man das nicht Wohlfühlgewicht ? )
wenn du dich mit ein paar Kilos weniger …besser fühlst…..dann liegt dein Wohlfühlgewicht eben ein paar Kilos darunter.
Manchmal , mag ich mich auch nicht , zB .wenn ich beim shoppen ein schönes Teil sehe……..denke ich mir …seufz……jetzt ein paar Kilo weniger ..
Aber diese Momente gehen viel zu schnell vorüber ,um mir darüber Gedanken zu machen .Ansonsten sehe ich das ähnlich wie du:
Ich nehme die Menschen wie sie sind mit mehr oder weniger Kilos und erwarte das auch von anderen.
LG
Martina
Liebe Martina:
Wohfühlgewicht, ganz genau. Und das geht eben bei manchen in die eine, bei manchen in die andere Richtung und jeder darf, wie er mag. Su hat weiter unten einen ganz guten Aspekt genannt: Wir haben wenigstens die Möglichkeit, uns zu entscheiden :)
Liebe Heike,
da geht’s mir wie Dir: diese eine Rolle, die mich plötzlich Kleider kaufen lässt, die kaschieren.. :( . Ich habe meine Wohlfühlgewicht, das sich im Laufe der Jahre und nach zwei Kinder einige Kilo nach oben bewegt hat. Aber es ist noch unter 60 und diese Zahl galt es, nicht zu überschreiten. Nun bin ich doch etwas drüber und die Menschen um mich herum meinen, ich spinne, weil ich wieder etwas runter muss. Auch ich wünsche mir die Toleranz. ICH muss mich wohlfühlen.
Und Ihr habt recht, der elende Kopf, der sich ständig mit Essen/essen beschäftigt.
Und Du hast recht. wir hungern nicht.
Und ich wünsche Dir gutes Gelingen weiterhin!
Es ist wirklich lästig, da hast du ganz recht, wenn man sich rechtfertigen muss. Dabei verlangst du es ja nicht von anderen, nur von dir und das ist legitim!
Zwei Kinder waren bei mir übrigens auch der Anfang. Verdammte Plagen!
Wir essen zu viel, wir denken zu viel darüber nach, sind viel zu gierig nach dem besten, raffiniertesten, aufwändigsten Essen. Genussmensch zu sein ist für mich keine Tugend (scheinbar wird es anders gesehen, denn sonst würden es nicht so viele Menschen betonen, dass sie dazu gehören) sondern ein Privileg derer, die keine dekadenteren Sorgen haben. Ich finde, dass der Verzicht trotz bestehender Möglichkeiten und Verlockungen Luxus ist, weil er so selten in einer übersättigten Gesellschaft vorkommt. Bescheidenes Essen macht mich deshalb genauso glücklich wie alles, was darüber hinausgeht und Verzicht ist für mich zur Lebenseinstellung geworden.
Fasten (damit meine ich nicht das Fasten aus religiösen Gründen) oder Diäten, mit denen man sich für einen vorübergehenden, künstlich auferlegten Zeitrahmen dem Verzicht verschreibt, um sich in Disziplin zu üben oder um dies besonders zu zelebrieren, finde ich überflüssig und befremdlich.
Aussehen und Körpergewicht zähle ich ebenso zu den Luxussorgen aber wer sich sowieso fast immer im Verzicht übt, der wird keine Probleme damit haben.
Etwas losgelöst von deinem Post, ein paar (wahrscheinlich aufstoßende) Gedanken von mir liebe Heike! Ich feuere dich natürlich trotzdem in deinem Vorhaben an :)
Su, du sprichst mir aus der Seele.
Wir können uns diese Probleme erlauben.
Dekadenz, wie wahr!
Auch wenn es hier oft anders wirkt:
Verzicht ist mir ein ständiges Thema. Genuss meine Belohnung für den Verzicht.
Andererseits haben wir die Wahl, wir können, wir müssen nicht. Und wenn wir schon in dieser Lage sind – denn gewaltvollen Verzicht können wir nicht simulieren – dann müssen wir das, was wir haben, auch geniesen und würdigen und zelebrieren.
Su, ich denk jetzt seit zwei Tagen drüber nach:
“Genussmensch zu sein ist für mich keine Tugend”.
Ich denke, da muss man die Art des Genusses unterscheiden. Einen Sonnenstrahl oder einen Bissen vom Apfel geniessen zu können, ist sicher eine Art von Tugend.
Trotzdem hast du recht :)
Wow! Ich bin immer echt neidisch auf Leute, die es schaffen eine Diät durchzuhalten. Ich kann das höchsten ein paar Tage, wenn ich z.B. 1-2 Kilo für ein bestimmtes Kleid verlieren will. Aber wenn ich dauerhaft was abnehmen will, hilft bei mir “nur” Sport – viel Sport oder jede Menge Stress. Der tut’s bei mir auch…..
Sport, Sarah, Sport! Ich hasse Sport…
Liebeskummer beispielsweise wirkt wunderbar bei mir – auch eine Art von Stress.
Aber wer will sich dem schon immer aussetzen?
Ich fühle mich gar nicht diätend. Ich esse nur nicht mehr jeden Tag.
Du hast recht. Wir essen zu viel, zu schnell, zu wenig bewusst und oft, ohne richtig Hunger zu haben. Ich denke, das sind die größten Fehler. Bei mir zumindest, ich esse recht ausgewogen ansonsten.
Seit ich vor zwei Jahren aufgehört hab zu rauchen, kämpfe ich auch mit meinem Gewicht, ich hab momentan sicher locker 8 Kilo zu viel, die mich ehrlich gesagt schon sehr stören.
Diäten mag ich nicht und ich finde sie nicht zielführend auf dem Weg zu einem dauerhaften “guten” Gewicht, ich versuche seit ein paar Wochen einfach etwas bewusster zu essen und wirklich nur, wenn ich Hunger habe. Und siehe da, bei einer Hose geht der Knopf schon wieder zu, ein Gürtel passt wieder…
Wenigstens hab ich den Bonus, dass ich gerne und viel Sport mache, meine Kilos sind wenigstens fest und gut bemuskelt ;-)
du schaffst das, ich denke, Genussmenschen wie wir kommen nicht allzu weit mit Low Carb oder Kasteiung, wir müssen einen dauerhaften Weg finden, mit unnötigen Versuchungen umzugehen.
Weisst du Britta, das ist wirklich einer der Aspekte: Essen, wenn man Hunger hat und nicht, weil man essen will. Gestern abend hat meine Tochter ganz selbstständig Frikadellen mit Kartoffelstampf gemacht. Zu dritt standen sie in der Küche und waren ganz stolz auf sich am Ende. Natürlich habe ich da auch mitgegessen! Das war keineswegs was, das in eine Diät gepasst hätte, aber ich hab es so gern gemacht. Trotz ohne Hunger.
Und heute betrete ich den Rewe, selten bin ich dort, und dann ist rechts ein Metzger mit Fleischkäse-to-go und links ein Bäcker mit buntgefärbten Hoffenheim-Muffins und überall riecht es gut und ich bekomme ungewollt Appetit und halte mich zum Glück strikt an meinen Einkaufszettel und laufe vorbei. Wir lassen uns da auch einfach zu oft verführen.
Heike,
da wo ich wohne kann ich auch blaue Hoffenheim-Muffins und -Berliner kaufen… ;-)) Ich werd verrückt, wohnst ja grad einen Steinwurf von mir entfernt! *freu*
Sorry, *offtopic* :-D
Die Welt ist wahrlich klein! :)
Dieses “viele Portiönchen über den Tag verteilt essen” ist nach meiner Meinung eine der größten und gefährlichsten Ernährungslügen überhaupt. So isst man immer zuviel und verliert das Maß für eine normale Portion, die den Magen sättigt, für eine natürliche Dauer beschäftigt und dann zur Ruhe kommen lässt, vollständig aus den Augen. Viele Leute unterscheiden doch heute ein Hungergefühl schon gar nicht mehr von Gelüsten. Mir geht das ja oft genauso, und ich finde auch, dass man dem gut und gerne ab und an nachgeben darf (sogar soll, und es dann genießt), solange es nicht zu einer grundlegenden Art und Weise der Ernährung wird.
Ich glaube übrigens, dass viele zu wenig trinken und oft der Durst mit einem leichten Hüngerchen verwechselt wird. Gerade bei der Arbeit naschen manche ständig irgendwas, aber die wenigsten trinken zwei Flaschen Wasser pro Tag.
Und ja, Bewegung, A und O. Wer jedes Mal den Lift nimmt statt die Treppen oder auch zum Supermarkt um die Ecke mit dem Auto fährt, wird es auch in Bezug auf das Essen nicht schaffen, seine Bequemlichkeit (und Schwere) zu überwinden.
“Ich habe weder Hunger noch Appetit” – und wenn man dann tatsächlich auch nichts isst, ist das genau richtig. Viele tun das dann nämlich trotzdem, weil allein die Gelegenheit (in Deinem Fall die Currywurst, an die man schon so lange gedacht hat) ein verdammtes Eichhörnchen ist! Gute zweite Hälfte Dir, toll, was Du bis jetzt geschafft hast.
Der Körper und man selbst kann wirklich Lust oder Gewohnheit nicht mehr von Hunger unterscheiden, da gebe ich dir ganz recht. Es ist ja auch verlockend, alles immer greifbar.
Dass häufig auch zuwenig getrunken wird, da stimme ich dir auch zu. Und noch dazu die vielen Getränke, die strengenommen Nahrung sind: Säfte, Zuckerhaltiges usw. Einfach nur Wasser zu trinken kommt viel zu kurz.
Du hast recht, wir essen zu viel und bewegen uns zu wenig. Mir macht Sport keinen Spaß. Zwingen dazu will ich mich nicht. Auch ich bin unzufrieden, möchte ungefähr zehn Kilo weniger und hab seit Herbst herumüberlegt. Seit einem Monat (und wahrscheinlich für den Rest des Jahres) habe ich mich auf folgendes mit mir geeinigt: Weil abends nach der Arbeit gemeinsam mit meinem Mann kochen für mich ganzganz wichtig ist, bleibt dieser Teil des Programmes. Inklusive Wein zum Essen, allerdings wenig. Nach dem Abendessen wird mindestens bis zum nächsten Tag gegen ein Uhr mittag absolut gar nix gegessen. Morgens nur ungesüßten Tee, das halt ich aus. Es ist zwar nicht toll, aber es geht. Vormittags Wasser. Ab ein Uhr hab ich mit mir selbst einen Kompromiss geschlossen. Wenn´s gar nicht geht, ess ich eine Kleinigkeit oder Obst, an Tagen an denen ich willensstärker bin, halt ich durch bis abends. Zweimal pro Woche in der Mittagspause eine halbe Stunde spazierengehen durch die Stadt (kann allerdings ins Geld gehen ;-). Ab Frühling Gartenarbeit, da wird´s dann ohnehin leichter. Am Wochenende keine Einschränkungen, nur Montag bis Freitag. Bis jetzt: 2 Kilo.
Ich denke auch es ist das Beste, so ein Programm in seinen normalen Alltag einzubauen. So kann man nach Plan vorgehen, entwickelt Routine und kann sich nicht so gut betrügen.
Ich selbst hab unter der Woche auch keinerlei Problem mit der Konsequenz. Nur am Wochenende, da stepp ich halt nicht direkt nach dem Aufstehen, da gammel ich rum und lass die Zeit vergehen.
Egal, darf auch sein :)
So, dann sind wir also “Leidens”-Genossinnen. Fein, freut mich! Wir schaffen das!
Warum ist dieser Beitrag so an mir vorbeigegangen….wo mich dieses Thema doch seit Monaten bewegt.
Aufgrund einer Krise das Laufen aufgegeben, aufgrund der Krise aber auch nahe der Magersucht……dann langsam wieder ins normale Leben reingefunden und einen Mitgenießer, der Wert darauf legt, dass man mit ihm zusammen das gekochte Essen genießt…weiterhin nicht gelaufen und Kilo um Kilo zugelegt.
Ich nehme ab wie du….extremes FdH….die ersten 3 Tage sind schwer und dann brauche ich so gut wie nichts mehr zu essen.
Aber dieses Mal schaffe ich diese ersten 3 Tage nicht (denke immer “morgen geht’s los” :-( ) und ins Laufen habe ich bisher auch noch nicht wieder reingefunden.
Ich fühle mich so unwohl mit diesen Mehr-Kilos….es muss unbedingt was geschehen und es ist genau wie du sagst: wir essen zu viel und bewegen uns zu wenig!
Danke für diesen Beitrag!
Liebe Eva, oje! Dann kennst du ja beide Seiten.
Für diese ersten paar Tage habe ich nun auch fast ein Jahr gebraucht. Und plötzlich hat’s geklickt und ich hab den Start geschafft. Und fühl mich so gut dabei, endlich! Was hab ich das nur so lang aufgeschoben?
Ich könnte wetten, dass auch du in deinem Umfeld keinen Zuspruch erhälst: Du schaust ja toll aus! Das macht’s nicht leichter.