Da macht der Blog einfach Urlaub, unerhört!
Ja gut, er hatte schon vorher über Unpässlichkeit geklagt,
fühlte sich oft unbeachtet und deplaziert, aber wie sicher muss man
sich seines Jobs sein, dass man sich dann einfach in den Flieger setzt
und für ein paar Tage verschwindet?
Ach, was soll’s?
Ich tat’s ihm gleich, legte die Kamera beiseite, verschloss diese Stelle im Kopf,
die sonst ständig ich-könnt-ja-mal-wieder-was-schreiben murmelt und stellte fest:
Gar nicht übel!
Ich hoffe, ihr habt uns trotzdem vermisst!
Nun also geht es weiter, denn Jens ist vor einigen Monaten ganz in meine Nähe gezogen
und mein Mutterherz kann nicht zulassen, dass er beim Mittagessen darbt.
Einfach macht er es uns nicht, nur einen Wasserkocher hat er zur Verfügung.
Ihn mal eben täglich einzuladen scheitert leider doch an zuviel Weg – etwas mehr
Mühe muss ich mir also geben.
Lieber Jens,
koch dir ein Curry!
Gemüse nach Belieben in dünne Streifen und Würfel schneiden.
In Salz und Zucker 30 Minuten marinieren.
Currypaste schwitzt du dann mit Zwiebel, Knoblauch und Ingwer an und gießt mit Kokosmilch auf.
Würze nach Geschmack beispielsweise mit Fischsauce, Limettenabrieb und Saft, Limettenblättern, weißem Pfeffer, Salz, Zucker, ….
Wenn du magst, röste ein paar Cashews oder Erdnüsse an.
Reis kochst du natürlich auch.
Aus dem Komponenten bereitest du nun dein Abendessen.
Die resiche Currysauce kochst du zu einer zähflüssigen Masse ein.
2 EL davon gibst du in ein hitzebeständiges Gefäß, schichtest darauf die Gemüsestreifen.
Den Reis gibst du in ein zweites Gefäß und nimmst beide und möglichst ein Sieb mit auf die Arbeit.
Zum Erhitzen fülle kochendes Wasser zu beidem, gieße nach einigen Minuten
den Reis durch das Sieb ab und verrühre die Sauce und das Gemüse kräftig.
Getestet, funktioniert!
Jens, ich hoffe, du lebst dich gut ein in dieser wunderbaren Rheingegend.
Bald gibt es den ersten folienlosen Spargel, du wirst ihn lieben!








Die Industrie wird sich bei dir melden.
Da können die mal lernen wie man was Leckeres einglast!! LG
Den Post zeig ich meinen Kolleginnen. Das ist eine ganz tolle Idee. Wenn du wüßtest, was die täglich so in sich reinstopfen, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Geht gar nicht. Und dabei ist es doch so einfach, auf der Arbeit was vernünftiges zu essen. Danke!
von wegen Jens….Petra mag das auch..also rate mal, was ich morgen im Gepäck habe, wenn ich auf Arbeit fahre :)
das ist ja toll. meine mittagessenskultur darbt ja auch kräftig vor sich hin. schnitzel und frikadelle muss es meistens tun. das höchste der gefühle ist dann der china takeaway mit massenhaft chillisauce… auch nicht so das wahre.
das hier werde ich probieren und wir haben ja gerade neue einmachgläser gekauft :-)
Schön, dass Du samt Blog wieder da bist!
Ich habe auch so einen kulinarischen Härtefall in der Familie und überlege, ob ich Euch, meine kreativen, kochenden, bemutternden Bloggerfreunde zu einem Event einlade, um der Mittagsmisere meines Bruders abzuhelfen. Allerdings nicht mit genialen Mittagssnacks wie diesem, sondern strategischer Kochlustvermittlung an die Schwägerin in spe (und gern auch an mein Bruderherz). Vielleicht bald mehr davon bei multikulinarisches…
@Sybille: Denen erzähl ich was! :)
@Frau Kampi: Da bin ich aber mal auf die Reaktionen gespannt! Ich bin da wirklich privilegiert, dass ich mittags kochen kann…
@pe: Oh, das freut mich aber! Warte auf deine Rückmeldung :)
@Marc: Prima! Ich glaub, das kann man auch auf viel anderes erweitern, in dem man Saucen reduziert und dann zum Aufwärmen mit heissen Wasser wieder streckt.
@Multikulinaria: Super Idee! Ich glaub, damit könnte man ganz vielen helfen, ihre Mahlzeiten zu verbessern. Ich warte :)
…ich genieße das gleiche Privileg! Ich wäre dafür, dass es allen so gänge!
Erstmal willkommen zurück ;)
Wow, vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Das klingt und sieht wirklich wundervoll aus. Bei einem Curry-Fan wie mir hast du damit auch voll ins Schwarze getroffen!
Solche Nachbarn wünscht man sich :-)
Herrliches Curry und es sieht so hübsch aus in den Gläsern!
Schön, dass Du wieder online bist….hat doch keinen Wert, so ein Offline-Leben…
Mei, schön, dass Du wieder da bist. Und dann gleich mit so einer gigantischen Idee!! Das gefällt nicht nur dem Jens :)
[...] Heike überrascht mit einem Curry to Go [...]