Viele Dinge betraten anfangs der 80er meine Welt.
NdW, meine große Liebe, Neonohringe, AIDS.
Eine Birne wurde Bundeskanzler, ein Schauspieler US-Präsident,
die Grünen zogen mit Sonneblumen in den Bundestag und
Zündapp meldete Konkurs an.
Ein neues Eis eroberte mein Herz: Cuja Mara!
Schmetterlingsgleich leichtflüglig und metamorphierend in Pastellfarben
mit Nietenhalsband sang ich sodann auch lautstark im Chor zu Spliff
Cujamara! E una Coca Cola!
Dass die Frucht Maracuja und Carbonara eine Pastazubereitung …
Nun, man verzeihe mir heute.
Bitte!
Die Maracuja behielt ihr Mysterium für mich.
Wo kommt die her, wo will die hin?
Freunde wurden wir lange nicht.
Madeira.
Nur ein Tag, nur eine Stunde auf dem Markt.
Zwei der unzähligen Maracujasorten auf diesem Bild.
Ich war verliebt, ließ mir viele Kilo andrehen und
dachte über auswandern nach.
Dass es bei uns nur diese einzige Sorte und meist in
schlechter Qualität überteuert zu kaufen gibt, damit hatte ich
mich ja fast abgefunden. Aber ausgerechnet jetzt, in diesem
veregneten kalten Sommer, finde ich seit zwei Wochen
hocharomatische, saftige Früchte auf dem Markt.
CUJAMARA!
Ein Blech leicht überbackener Biskuit aus vier Eiern, zu Kreisen
gestochen und einige Stunden trocknen gelassen.
Dann mit wenig Orangensaft getränkt.
500g Mascarpone mit dem dicken Zeug aus einer abgestandenen Dose
Kokosmilch und 2 Eigelb und Puderzucker verrührt.
Fruchtfleisch von 8 Maracuja mit 1 TL Speisestärke verrührt.
Beeren aus dem Garten.
Ergibt nach ein paar Stunden sechs kleine Törtchen und
aus den Resten eine Form voller Kösichkeit!








Wenn es hier mal was Süßes gibt, dann wohl richtig?
Das sieht soo lecker aus, wobei bei den Maracujas, die es hier so gibt ja immer je hässlicher, desto besser gilt.
Davon würde ich jetzt liebend gerne etwas naschen! Maracujas sind für mich wohl immer mit Brasilien verbunden, Tochter Kathi war ja ein Jahr im Schüleraustausch dort und brachte so wohl klingende Sachen wie (man denke sich die weiche brasilianische Aussprache!) “Mousse de Maracuja” oder noch besser “Sorvete Mousse de Maracuja” mit. Im Jahr drauf durften wir die Köstlichkeiten vor Ort selbst probieren.
Huch, Süßkram hier??? Aber schöner Süßkram;-)
Heike und “fast” am backen…. da muss aber seeeeehr netter besuch gekommen sein ;)
Herrlich sehen deine Törtchen aus !
Reicht die Kokoscreme tatsächlich um dem Mascarpone das Stehen beizubringen? :)
Heike macht Süßes? Das hat Seltenheitswert! Toll sind die Törtchen geworden. Und leider kenne ich auch nur die eine Sorte Maracuja, die anderen hätte ich nicht als Maracuja erkannt.
Photos zum niederknien. Historie auch. Mag was damit zu tun haben, das wir zeitlich im Gleichschritt marschiert sind…
:)
@Britta: Genau, hässlich schrumpelig müssen sie sein. Aber dann können sie auch ausgetrocknet und ätzend sein :(
@Petra: Oh, Brasilien, wie schön! Meine Cousine war vor einer Weile da und schwärmt und schwärmt!
@Sabine: In echt bin ich ja zuckersüchtig, hab’s aber meistens im Griff. Aber wenn ich erstmal anfang damit…
@Petra: “Nur” die Kinder+Freunde. Aber die haben sie sich auch verdient :)
@Sybille: Die Mascarpone steht von sich aus im Kühlschrank nach einer Weile wie eine 1. Ich hatte eher Sorge, dass das Kokoszeug nicht funktioniert.
@Turbohausfrau: Die sind klasse, heissen zB. Tomaten-oder Bananen- oder Apfelmaracuja und schmecken tatsächlich auch danach. Das hat mich total fasziniert!
@schelli: Danke dir. Ja, das war ein seltsames Jahrzehnt…
Wunderbar, die gleiche Erfahrung hab ich sowohl auf Madeira, Porto Santo als auch in Brasilien gemacht.
Einfach köstlich.
Das ist ja ein Traum. Und toll fotografiert wie immer.
Cujamara!!!!! Das war so toll! Aber ganz zu Anfang gabs das ohne Kern, also durch und durch Maracuja…..das war MEIN Eis. Tolles Dessert, Traum-Foto. Weisch eh.
Den Geschmack der Maracuja mag ich ja, wenn nur die Kerne nicht wären… *unschuldigguck*
Ich habe mich so in das Törtchen-Foto verliebt, ich würde es mir am liebsten in die Küche hängen <3
Viele Grüße und noch einen schönen Abend!
Nina
OH MEIN GOTT – habe eben deinen Blog auf einem größeren besseren Computer angeschaut und bin bei den Maracujatörtchen fast in Ohnmacht gefallen ob der Farbenpracht und Appetitlichkeit. genial.
Mei, die 80er. Und die NDW. Was glaubst Du, wie oft ich in München die Spider Murphy Gang im Ohr hatte ;-) Ich hatte das große, große Glück, auf den Malediven sonnengereifte Maracuja zu essen. Die waren richtig süß-fruchtig. Keineswegs so sauer wie bei uns. Leider kam nie wieder etwas an diesen Geschmack heran. Das hat man davon, wenn man verreist… PS: Dieses Törtchen ist so hübsch! Du solltest doch mal überlegen, ob Du öfter was Süßes zauberst ;-)
Ihr seid ja alle so lieb :)
Jetzt wäre mir dieser Beitrag wegen Urlaub beinahe entgangen. Dabei könnte ich geradezu sterben für Maracuja in jeder Form – diese sieht besonders verführerisch aus muss ich sagen..
danke für die Anregung!
Annette
Eure Bilder sind klasse!