Heikes Blog
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Vollgedröhnt

Nach drei Wochen auf Antibiotika und
Schmerzmitteln freu ich mich fast, dass
morgen endlich rumgeschnitten wird.

Ausserdem ist ein Leben in der Anonymität
auch nicht wirklich erstrebenswert…




07Apr 13 12

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Teufelchencocktail

Ich hab da mal eine unangenehme Eigenschaft.

Kann ich zwar normalerweise viele Stunden oder Tage auf
Nahrung verzichten, werde ich genau dann nervös, unfreundlich
und ein kleiner Berserker, wenn ich mich zu essen entschlossen
habe, davon aber abgehalten werde.
Gerne erlebt in fremden Städten.
Ob Paris oder Prag, London oder Amsterdam, mein liebster
Reisegefährte zog mich Stunden durch Straßen, fand das eine Lokal
zu dunkel, das nächste zu hell, eines zu voll und das andere zu leer.

Und so erlebte vor vielen Jahren auch Malaga mit uns nach vielen
gewanderten Kilometern durch die Innenstadt und allerlei missachteten
Restaurants, schon wieder den Rückweg einschlagend und langsam
verzweifelnd die Geburt eines innerlich gekochten Teufelchens.

Linke Straßenseite, letzte Chance, spanische Küche, ein Innenhof
mit Hochzeitsgesellschaft, ein Tischchen frei, fröhliche Menschen,
laute Musik, ein Glas Wein wird’s schon richten, besser zwei.
Der Teufel überfordert mit der spanischen Karte, der Kellner
überfordert mit den Gästen, ein Krabbencocktail war’s, der da
bestellt wurde.
Krabbencocktail…
Doch Hunger und Wein wirkten, rein damit, zu wenig Salz stört
auch nicht mehr, alles egal, der Bauch muss voll.

2013, Vergangenheitsbewältigung, das Ding soll endlich ins
rechte Licht gerückt werden – denn die Idee gefiel:
Die Cocktailsauce aus zwei Teilen Mayonnaise und einem Teil
Tomatenmark, gewürzt mit Tomatenessig, Zitronensaft und
getrockneten Chili und diesmal vergessen wir auch das Salz nicht.
Chicoree, Krabben aus der Salzlake, gekochte Eier, Croûtons,
Chiliringe und Schnittlauch.
Geht doch!

Beim dritten und vierten Glas warteten wir auf die Rechnung.
Der Salzstreuer kam endlich und auch der unbestellte Brandy,
die Hochzeitsgäste tanzten übermütig um uns herum und wir
zuletzt in ihrem Schatten aus dem Hof hinaus.
Verjährt Zechprellerei?
Ich hoffe sehr.




01Apr 13 9

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Trommelwirbel, Lachs-und Losglück

Auftritt Lachs.
Löffel wirbeln, Erbsen kichern, Lauch klatscht Beifall.
Die biedere Kartoffel liegt als Stroh rum und bemüht sich
trotzdem verzweifelt, Haltung zu bewahren.
Buttrig glänzt der rosa Redner im Scheinwerferlicht, zwinkert
kokett zur langbeinigen Pfefferschönheit an seiner Seite und
zieht den Gewinner aus der Mörsertrommel.

“The winner is….” -viel zu lange Pause- “… Consti!”

Applaus brandet auf, kleine Gruppen von jungen Zwiebeln nicken
zufrieden, Sarah Wiener rettet sich mit einem buntbeherzten
Sprung aus der flotten rotierenden Lotte und eine Box begibt
sich auf Reisen.
Nur die goldenen Zitronen wirken pikiert, aber das tun sie immer.

Der Klarsichtvorhang fällt.

Kurve zum Rezept nach durchtanzter Gewinnerparty nicht gefunden:
Lachs unter Folie, Butter, langer Pfeffer und Zitronenabrieb.
Sechzig Grad.
Erbsbrei, Kreuzkümmel, Limette.
Lauch, Frühlingszwiebeln, Erbsen, Ingwer.
Kartoffelstroh.

Fisch unter Folie mal als Video:

Fortsetzung und weitere Videos gibt’s im gleichen Kanal.




25Mrz 13 56

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Sarah aus der Box

Also mal ein Produkttest.
Durchhalten, es gibt eine Verlosung!

Vieles bekommt man angeboten, wenn man sich
öffenich im Internet zeigt.
Weniges aber nur, das einen die Sache genauer
betrachten lässt.

Eine dieser seltenen interessanten Offerten erreichte mich nun
von HelloFresh, einem Unternehmen, das eine auf mitgelieferte
Rezepte zusammengestellte Essenbox ins Haus liefert.
Gedacht für Menschen, die zwar gerne kochen möchten, die aber der
Aufwand des Einkaufs abhält oder abschreckt.
Eigenich ja gar keine schlechte Idee, fällt doch so die oft
gehörte “keine Zeit, drum TK”-Ausrede weg.

Neu bei HelloFresh ist, dass die aus dem Fernsehen bekannte Köchin
Sarah Wiener dafür zeichnet und wie auch immer man zu ihr stehen mag:
Ihre strikte Haltung, was die Herkunft von Lebensmitteln angeht,
gefällt mir ausgesprochen gut.
Also hab ich mir eine Sarah-Wiener-Box liefern lassen.

Die Zutaten für drei Gerichte hauptsächlich in Pappe und Wolle
verpackt, Fleisch und Speck mit Packs gekühlt, kam alles sicher
an, und musste erstmal Tage liegen:
Ich war malade …

Doch auch nach drei Tagen waren die Rauke noch frisch, die Champignons
noch appetiich und die Hühnerschenkel waren sowieso im Tiefkühler.
Beliegende Rezeptkarten zeigen Zubereitung und Fotos der Gerichte und
los geht’s mit

Hähnchenschenkel mit Silberzwiebeln und Sellerie
Halbierte Schenkel, Speck, Kartoffeln, Sellerie, Silberzwiebeln nach
und nach anbraten, salzen, pfeffern, mit Apfelsaft und Brühe aufgießen,
Schenkel obenauf legen, geviertelte Champignons dazu und bei
geschlossenem Deckel 20 Minuten garen.
Die Sauce mit Crème fraîche verrühren.

Einfach und doch pfiffig durch den Apfelsaft.
Laut Rezept sollen die Schenkel gehäutet werden, darauf verzichtete ich,
stellte die Pfanne in den Ofen und nahm die letzten 15 Minuten den
Deckel ab: Knusperhaut mag ich!

Es folgen zwei vegetarische Gerichte, in Kürbiskernen panierter
Schafskäse mit Rote Bete und Rauke sowie Vollkornfarfalle mit
getrockneten Tomaten und Salbeibutter.
Der Schafskäse wird mit Mehl, Ei und einer Dinkelmehl-Kürbiskern-
Mischung paniert und sanft ausgebraten und passt ausgesprochen gut
zu Rauke und Bete.

Mein Fazit zur Sarah-Wiener-Box:
Insgesamt hat mir Qualität, Umfang und Abwicklung recht gut gefallen
und die Box ist angesichts fast durchgängiger Bio-, teilweise
Demeterqualität durchaus in Ordnung für die angesprochene Zielgruppe.
Einen kleinen Fehler gab es in der Lieferung: Die angkündigten
vakuumierten Beten waren durch eingelegte Demeter-Beten im Glas
ersetzt. Sehr mild gewürzt, störten diese in der Zubereitung jedoch
nur wenig.

Du magst dir selbst ein Bild machen?
Unter allen Kommentatoren mit deutscher Lieferadresse verlose ich
am 31.3.2013 eine Sarah-Wiener-Box.
Für die Abwicklung mit HelloFresh benötige ich dazu mindestens
deine eMail-Adresse.

Noch dazu bekommen Erstbesteller mit dem Code HFHEIKE10 einen
Rabatt über 10 Euro auf eine Box ihrer Wahl.

Viel Glück!




14Mrz 13 14

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Ins Boot holen

Essen, Trinken und Sex.
Die grundlegenden Aktivitäten zur Arterhaltung und
ich bin der Meinung, jede davon sollte man verdammt
nochmal so gut wie möglich gestalten.

Hier in der Öffenichkeit beschränke ich mich in meinen
Predigten bekanntermaßen auf’s Essen – falls Änderungen
erwünscht sind, bitte kurze, detailfreie Kommentare…

Doch wen erreiche ich?
Dich!
Und du hast doch sowieso schon einen besonderen Blick
auf deine Ernährung!
Will ich jedoch die Fast-Food-Generation ins kulinarische Boot
holen, muss ich sie ins Haus holen.

Der Zeitschrift essen&trinken war mein Küchenspaß mit
der Jugend ein Interview wert.

Danke dafür!




12Mrz 13 32

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Reis, Baby!

Und?
Reis als Beilage?
Öde. Öde. Öde.
Seit ich Reis kann, mag ich ihn zwar, gern auch abends kalt
und pur direkt aus dem Topf.
Aber würde ich Reis zu einem tollen und aufwändigen Gericht reichen?
So einen Löffel davon auf den Teller klatschen und den Rest irgendwie
-ja wie überhaupt?- darum arrangieren, dekorieren?
Und diese in Tassen gepressten Reishügelchen, Hand aufs Herz,
machen die Sache auch nicht attraktiver, nicht wahr?

So ist das also.
So war das also.
Denn dann kam Ottolenghis Jerusalem und die Sache mit dem Reis
erreichte neue Dimensionen.
Da wird aus der Schüssel Reis der Star auf dem Tisch und den Rest
kann man einfach in der Küche vergessen.

Kichererbsen über Nacht einweichen und in Salzwasser gar kochen.
(Diesmal ist kochen richtig, glaub mir!)
Schalotten und Knoblauch sehr fein würfeln und in viel Olivenöl anschwitzen.
Piment, Koriandersamen, Kreuzkümmel mörsern und zusammen mit Chiliflocken
und Kurkuma im Öl zum duften bringen.
Die gut abgetropften Kichererbsen dazu geben, Salz und Pfeffer und Zitronen-
abrieb auch und etwas ziehen lassen.

Karotten würfeln und in Öl eher frittieren als dünsten, heraus nehmen und
zu den Kichererbsen geben.
Im gleichen Öl nun viel Zwiebelringe langsam goldbraun braten.

Vom gekochten Reis einige Esslöffel zu den Kichererbsen geben, damit er
eine schöne Kurkumafarbe bekommt.
Den weißen Reis auf einer Platte oder in einer Schüssel anrichten, den Kicher-
erbsenreis darauf geben, dann die gerösteten Zwiebeln und mit grob gehackter
Petersilie und/oder Koriandergrün bestreuen.

Prima dazu passen saure Geschichten, Sumach könnte man darüberstreuen,
gesalzene Joghurt mit Zitronensaft oder Tahini dazu reichen oder
einen Gurken- oder Endiviensalat…

Und?
Reis als Beilage?
Nein, Reis als Hauptgericht!




28Feb 13 9

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Food-o-grafie

Unsere Kameraausrüstung will zorra sehen, und viele sind
ihrem Ruf schon gefolgt.

Fotografie übte früh Faszination auf mich aus.
Mit meines Opas Kamera rechts oben im Bild wurden die meisten
meiner Kindheitsfotos aufgenommen:
Im Lederkästchen, mit einer Klappe oben, durch die man das Motiv
kopfstehend sah, mit einer Kurbel zum weiterdrehen des Films.
Er hatte viel Spaß am fotografieren und wenn ich mich recht
erinnere, bekam ich meine erste Ritschratschklick von ihm
zur Kommunion.
Das war’s dann aber auch viele Jahre, über mehr kam ich nicht raus.

Erst mit der Geburt unseres Sohnes kaufte sein Vater eine analoge
Spiegelreflexkamera, die Canon EF-M mit zwei Objektiven und ich setzte
mich sogleich mit dem Handbuch auseinander.
Als dann aber die Kinder größer wurden und jedes Experimentieren mit
einem fröhlichen “Mihhiiich, Mama, michiiiich, kuckkuckkuck, was ich mahaaach!”
unterbrachen, begann die lange Phase der Knipserei im Automatikmodus.
Seufz.

Jahre vergingen, Kinder wuchsen heran und das digitale Zeitalter
überraschte alle mit Wucht.
Ein altes Hobby sollte zu neuem Leben erwachen, und so zog 2003
die Canon 300D ein. Canon deshalb, weil die alten Objektive passten.
Einen anderen Grund gab es nicht.
Den richtigen Einstieg fand ich aber erst, als ich 2010 anfing,
mein Essen zu fotografieren und die ersten Bilder
grausam grausam grausam wurden…

Also las ich wieder mal das Handbuch, setzte mich mit Blendenzahlen, Brennweiten und Licht auseinander, erinnerte mich auch daran, meine Augen zu benutzen und es gab Fortschritte.
Der Ehrgeiz wuchs, ich tüftelte und testete und als mir 2011 ein kleiner Geldgewinn zuflog, fiel die Entscheidung leicht:

Größer, besser, teurer!

Canon sollte es, ihr ahnt es schon, natürlich wieder werden und
nach vielen Überlegungen und Diskussionen entschied ich mich eben
nicht für das größte aller Spielzeuge, zu dem mir alle männlichen
Ratgeber rieten.
The only difference between men and boys is the size of their toys…

So besitze ich also nun die Canon 60D und vorerst sollte ein
“Immerdrauf”-Objektiv für’s Kennenlernen reichen:
Das Canon 17-85mm, IS USM, 4,0-5,6 mit Bildstabilisator.
Der Gedanke war, ein auf Reisen bei Tageslicht taugliches Zoom parat
zu haben. Die relative Lichtschwäche gleicht zum einen der Bildstabilistor
etwas aus, zum anderen fotografierte ich zu diesem Zeitpunkt für den Blog
sowieso schon mit Stativ und Selbstauslöser.
Für schlechte Lichtverhältnisse bei Fotos aus der Hand besitze ich
zusätzlich noch das allseits beliebte Canon 50mm, 1:1,8.

Den Kauf des Traumobjektivs mit 100mm Festbrennweite stellte ich,
sparsam wie ich bin, vorerst zurück.
Nun, ihr kennt meine Fotos.
Das 100mm-Objektiv wird auch weiterhin noch auf mich warten!


Hier zwei Bilder aus Palermo, die den Zoomspielraum des Objektivs
ganz gut zeigen und gleichzeitig auch die Schwäche dieser Kombination:
Laub wird häufig sehr schwammig und unschön.
Ich wusste das vorher, aber da ich selten Laub auf den Tellern anbiete,
erschien mir das weniger wichtig und ich bin nach wie vor sehr zufrieden.

food-o-grafie 2013 - #1 Kamera Ausrüstung (Einsendeschluss 28.02.2013)




24Feb 13 38

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Geht auch mal was schief, gell?

Was braucht’s denn noch?, hilft das Töchterlein beim Einkauf.
Kichererbsen braucht’s noch.
Du Mama, Humus, aus was ist das nochmal?, fragt das Töchterlein
auf dem Weg ins rechte Regal.
Kichererbsen, aus Kichererbsen ist das.
In der Tat?, fragt das Töchterlein, weil:
das mag ich nicht.
Kichererbsen habens hier eh nicht, gibt die Mama suchend auf,
aber du magst doch Falafel, gell? Falafel sind auch aus Kichererbsen.
Oh prima!, ruft das Töchterlein erleichtert.
Ja, Falafel, die mag ich!

Falafel also.
Kichererbsen, getrocknet, weit hinten im Küchenkastel findet sich doch
noch eine Packung, die Stimmen weit hinten im Hirnkastel werden verdrängt.

Später am Tag gibt es Reis mit Salat für das Töchterlein und Stevans
Erfahrungen werden mir wieder präsent.

Ebenso wie das Erlebnis bei Lanz kocht, als ein schweißgebadeter Johann Lafer
fluchend mir seinen dritten Versuch mit Falafel servierte, sich neben mich setzte
und nur noch murmelte:
So ein Scheiss!

Zumindest war der Verlust an gutem Öl gering,
weil ich sie diesmal eher braten als frittieren wollte.
Oder war das der Fehler?




16Feb 13 15

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Und dann gleich fünfmal

So.
Da sprach ich also von Demut und Verzicht, Buße und Umkehr,
und schon wenige Tage später kam das Kaninchen.

Sanft und zart, prächtig gewachsen, ein wenig pummelig wohl
und sich dann verwandelnd in das böse kichernde, mich nachts
im Traum clownsgleich angrinsende Kaninchen des Grauens.

Gut fing das an mit uns, nicht wirklich Freunde, wie auch?
Du weisst schon, einer von uns beiden lebte ja nicht mehr.
Aber wir kamen klar miteinander.
Ich bedankte mich für das mir gelassene gute Leben, kümmerte
mich sorgsam um Geselligkeit im Topf und überließ der
Hitze den Rest.
Düfte eroberten das Haus, drangen in alle Ritzen, kitzelten
in Nase und Gaumen und luden zu Tisch.
Doch! Was? Niemand da?
Eine erste Mahlzeit allein also, ein halber Lauf, welch ein Genuss!
Des Abends dann den Rest davon, fingerleckend und glücklich.
Noch.

Kaninchen Weißwein Brot

Ein viertel Rücken, ein Vorderlauf am nächsten Tag, am Abend
dann bereits ohne Brot nur ein kleines Stück mit Sauce.
Am Folgenden, schon sehr geschwächt, ein Bissen zum
Frühstück und ein großes Glas Wein.
Tag vier und fünf existieren nicht mehr bewusst, hellblaue
Kaninchen auf rosa Elefanten durchritten meine Nächte und
aus Genuss wurde Qual.

Falls du aber verlässlich anwesende Esser einplanen kannst,
keine Angst vor hellblauen Kaninchen hast oder einfach mal
nur einen großen Topf ganz für dich allein magst:

Kaninchen in 6-8 Teile teilen: 4 Läufe und den Rücken je nach
Größe ev. halbieren. Vorhandene Innereien klein hacken.
Die Teile goldbraun anbraten und beiseite stellen.
Klein gewürfeltes Wurzelgemüse, Innereien und 2 EL Tomatenmark
im gleichen Fett anbraten.
Mehrfach mit trockenem Weißwein ablöschen und einkochen lassen.
Ganze, geschälte Knoblauchzehen und Schalotten, Orangenachtel,
eine halbe Zitrone in Scheiben, ein Stück Ingwer, ein Lorbeerblatt,
guten schwarzen Pfeffer und Rosmarin dazu geben, mit etwas Brühe,
Hühner vielleicht, aufgießen, die Kaninchenstücke darauf legen
und bei mit geschlossenem Deckel 2-3 Stunden schmoren.

Kaninchen Weißwein Brot

Die ersten zwei Tage mit knoblauchbuttergeröstetem Weißbrot
einfach nur götich!




14Feb 13 15

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Und einmal die Woche halt Fleisch

Fastenzeit also.
Eine der wenigen chrisichen Traditionen, die im modernen Leben
noch präsent sind und für viele ein jährlicher Anlass, Ernährungs-
gewohnheiten zu überdenken und Verzicht zu üben.
Buße und Besinnung.

Kotelett vom Mangalica

Luther erkannte hierzu, dass vielen das Fasten nur diene, um
Gott zu gefallen und die innere Besinnung fehle.
Simpel erkauftes Seelenheil.

Aus dem
Sermon von den guten Werken:
Ich will jetzt davon schweigen, dass manche so fasten, dass sie sich
dennoch vollsaufen; dass manche so reichlich mit Fischen und anderen Speisen
fasten, dass sie mit Fleisch, Eiern und Butter dem Fasten viel näher kämen. (…)”
.

Heute jedoch hat der Verzicht auf Fleisch eine weitaus größere Dimension.
Jeder weiss, dass massenhafter Fleischkonsum nur durch massenhafte
Tierhaltung gedeckt werden kann. Von den weiteren Auswirkungen auf
Menschen und Natur ganz abgesehen.

Reicht nicht einmal die Woche ein Stück Fleisch, von Viechern mit
richtigem Leben, liebevoll großgezogen und respektvoll behandelt?
Demütiger Verzicht, nicht nur zur Fastenzeit.

Kotelett vom Mangalica

Kotelett vom Mangalica, freiland aufgewachsen im Stadtkreis,
dazu Lauch mit Schmand und Meerettich.

Dekadenz oder Demut?





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